Bericht über das Jahr 2016 in der Gemeindeversammlung Baassen – 22. 01. 2017

Bericht über das Jahr 2016
in der Gemeindeversammlung Baassen – 22. 01. 2017

Im neuen Jahr wollen wir auch Rückblick halten über die Ereignisse, die unsre Kirchengemeinde geprägt haben. Viel hat sich in dieser Zeit bei uns verändert. 
Was geschah alles im letzten Jahr? 

Es waren regelmässig alle zwei Wochen Gottesdienst in Baassen. Für das Orgelspiel haben wir seit dem Herbst 2015 Herr Tudoran Vasile gefunden und sind sehr dankbar, dass er regelmässig mitmacht und sich Zeit nimmt, jede zweite Woche mitzukommen. 
Sicherlich erinnern sich noch alle an das schöne Pfingstfest mit den grünen Zweigen in der Kirche, an die Gäste, die herzu gekommen sind, an Frau Edith Toth, die auf der 
Orgel gespielt hat und an das anschliessende Grillfest bei schönstem Wetter im Garten. 
Im Herbst gab es sodann die große Einweihungsfeier der Orgel, ein Ereignis, welches wir lange erwartet haben. Hoher Besuch war dabei, Bischof Guib, Pfarrer aus dem Bezirk, Vertreter des Bezirkkonsistoriums ehrten uns, dazu auch der Bürgermeister der Gemeinde Baassen. 
Seit der Einweihung der Orgel am 29. Oktober 2017 finden immer wieder Orgelkonzerte in unsrer Kirche statt, das ist ein gutes Zeichen. Wir hoffen, dass es noch mehr werden und dass auf diese Weise Baassen ein Stück bekannter wird. 
Immer wieder besuchen uns Baassner, die hier in ihrem Heimatdorf zu Besuch sind und diese schätzen es, dass hier in der Kirche ein Treffpunkt ist. 
Die Baassner sind auch gerne mobil, zu dem Gemeindefest nach Ostern zu Jubilate nach Mediasch ist jeweils ein Bus angereist, desgleichen zum Sachsentreffen nach Sächsisch Regen und zum Erntedankfest im Herbst nach Eibesdorf. Es braucht da immer einen, der sagt – kommt, wir fahren und dann fahren auch andere gerne mit. 
Der Mensch, der das bislang gemacht hat ist nun leider nicht mehr unter uns. Eine Woche vor der Orgeleinweihung ist Albert Binder, unser geehrter Kurator zu Grabe getragen worden. Viele Jahre hat er der Gemeinde vorgestanden und für die Gottesdienste gesorgt, sich für Rückgaben eingesetzt, vielen Leute im Dorf geholfen, beim Bezirkskonsistorium aktiv mitgemacht, auch für andere Gemeinden mitgedacht. Ihn beklagen wir und die große Beerdigungsfeier mit 150 Gästen wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. 
Nicht zuletzt sind noch die Kinder der Gemeinde zu erwähnen. Zuerst acht an der Zahl, doch durch die Auswanderung zusammengeschmolzen sind es nun fünf, die sich immer wieder treffen und gemeinsam lernen und singen und auch für Weihnachten sich eingebracht haben. 
Für die Kirche, die Touristen, für den Gottesdienst ist immer Eugen Joo zur Stelle. Die Kirche ist immer sauber, der Hof gemäht, der Friedhof in Ordnung und jemand hier als Ansprechpartner bei Kontrollen usw. Dafür kann die Gemeinde erstens dem Joo danken und zweitens dem Bezirk, der diesen Gehalt aufbringt. 

Der Bezirk kommt ja auch für viele andere Kosten auf wie – Gehalt eines Pfarrers, der her kommt, ein Auto, welches fährt und Leute einsammelt und zurück bringt, die Kosten der Heizung, Reparaturen an der Kirche usw. Wir sind dankbar, dass das Büro in Mediasch diese Sachen übernimmt. 
Wie es üblich ist, wird reihum zum Gottesdienst Kuchen und Saft, dazu Kaffee gebracht. Das ist eine feine Sache für alle, die zusammen kommen. Einen herzlichen Dank allen, welche diese Arbeit tun – das Einteilen und das Bringen. 
Es sei auch an dieser Stelle an die Kleinblasendorfer gedacht, an Frau Selma Fagadaru, die sich trotz ihres hohen Alters so oft aufmacht, Leute mobilisiert, zusammen hält und es auch geschafft hat zwei Gottesdienste in Kleinblasendorf zu organisieren. Auch dass Frau Klein aus Bonnesdorf regelmässig kommt schätzen wir sehr. So sind wir komplett. 

Nicht zuletzt möchte ich als Pfarrer der Gemeinde danken. Es ist nicht immer selbstverständlich, dass man bei der großen Kälte aus dem Haus geht, so wie es auch bei der großen Hitze im Sommer nicht so einfach ist zusammen zu kommen. Doch davon lebt Gemeinschaft und eine Gemeinde, von Menschen, die sich aufmachen. So erleben wir – wir haben einander, wir brauchen einenander. Wir beten füreinander und miteinander und das ist gut so. 
Immer wieder meldet sich bei uns die HOG, sei es mit Grussworten zu Weihnachten und Neujahr, sei es auch durch Besuche und gemeinsame Sitzungen mit dem Kirchenrat, sei es durch Geldspenden für unsre Projekte und Pakete zu Weihnachten oder durch Anreise zur Einweihung der Orgel u.v.a.m. Wir sind natürlich auch dankbar für die Sorge für den Friedhof und für die guten Beziehungen herüber und hinüber. 
Sodann sind wir dankbar, dass unsere Gemeinde nach dem Heimgang von Kurator Albert Binder in Eduard Wellmann einen neuen Kurator gefunden hat, dem Frau Anuta Boldi tatkräftig zur Seite steht. Mit dazu gehört auch Ica Denndörfer, die ist heute leider nicht dabei, sie denkt aber mit und setzt sich gerne ein. Es ist nicht leicht, Leute zu finden, die ein Ehrenamt annehmen. Hast du einmal eine Aufgabe, so kommen viele Probleme auf einen zu, Freuden, Sorgen usw. und dein Leben verändert sich viel dadurch. Und doch, wenn in einer Gemeinde eine Handvoll Leute sind, die sich gerne einsetzen und miteinander Aufgaben anpacken, dann kann sich vieles verändern und vieles schön werden. 
Und so können wir gespannt auch auf das neue Jahr blicken. 

Etliche Termine haben wir bereits für 2017

 

  • Am Sonntag nach Ostern ist die Konfirmation geplant. 
  • 7. Mai Jubilate – Bezirksgemeindefest in Mediasch
  • 2. Juni Freitag Abend – Abendandacht, Blasmusik in der Kirche aus Deutschland. Es ist eine Gelegenheit Leute aus dem Dorf einzuladen. Ein Psalm, ein Gebet, dazu schöne Musik, evtl noch einen Wein anbieten
  • 4. Juni Feier zu  Pfingsten? Grillfest wie im lezten Jahr? Gelegenheit, Leute einzuladen 
  • 12.-13. August – Sachsentreffen in Baassen. In dieser Zeit findet die Weinlandwoche statt, dh. Mehrere HOG werden in dieser Zeit ihre Heimattreffen veranstalten. 
  • 4.-6- August – Sachsentreffen in Hermannstadt, dazu kommen ganz viele Heimatortgemeinschaften aus dem Ausland. Ein Bus wird auch aus Baassen nach Hermannstadt fahren, auch das Forum organisiert Fahrten. 
  • 29.-30. September und 1. Oktober- Siebenbürgischer Kirchentag in Kronstadt, 2000 Teilnehmer werden erwartet. Thema – aus gutem Grund evangelisch. 
  • Erntedankfest auf einer der Landgemeinden im Bezirk Mediasch

Sicherlich haben wir auch etliche andere Pläne für 2017

Zusammen mit dem HOG Vorstand haben wir 2016 die Renovierung des Glöcknerhauses in Angriff genommen. Von der Landeskirche haben wir 500 Euro als Kollekte erhalten, nochmals so viel kam durch eine Spende ein, die noch Albert Binder organisiert hat von Rondo Carton. Die HOG hat für 850 Euro neue Fenster bezahlt, Denndörfer hat elektrische Materialien gespendet. 2017 wollen wir dieses Projekt fertig stellen. Uns beschäftigt der Plan, WC in der Burg einzurichten. Wir warten auf die Einführung von Wasser und Kanalisation auf dem Gelände. Dazu wollen wir noch die Küche von Eugen schön einrichten mit Waschbecken und schönen Möbeln. 
Sorge bereitet uns die Burgmauer, die bedenklich schief steht. Hierfür muss eine Lösung gefunden werden, damit diese gerichtet wird. 
So gibt es, könnte man sagen, viel Bewegung in der so kleinen Gemeinde. Aber es kommt ja nicht immer nur auf die großen Zahlen an, sondern darauf, dass 2-3 Leute einander treffen und sich gut miteinander fühlen. Von Mensch zu Mensch geht die Verständigung und wachsen Beziehungen. Pfr. Wolfgang Arvay. 

Jahreslosung 2017: Gott spricht – ich schnenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch
Fotos: Pfingstfest im Pfarrgarten, Reden bei der Orgeleinweihung und Gottesdienst zu Pfingsten. 

Verfasst von: Pfarrer Wolfgang Arvay